Getestet wird dieses Mal die Neue Kompaktklasse Peugeot 308 Hybrid in der GT Ausstattung.

Der 308 bekommt auch gleich zu Beginn wie bei unseren Testfahrten immer üblich seinen Spitznamen und heißt für ein paar Tage „Kilian“  – In Anlehnung an „Allez le Bleu“

Da steht er nun mit seinen 4,36m Länge und 1,80m Breite bei nur 1,43 m Höhe. Auch er ist zu seinem Vorgängermodel gewachsen.  Für Insider – Er ist der zehnte mit führenden 30x  in der Modelbezeichnung die vom 301 weg (fast) durchnummeriert  wurde.

Noch eine Neuerung betrifft das „neue“ Löwenlogo, welches hier zum ersten Mal zum Einsatz kommt und sogar ein Geheimnis unter dem Schild verbirgt. – Am getesteten GT verstecken sich die Radarsensoren dahinter. Zusätzlich sind hier Matrix LED Scheinwerfer verbaut. Die kannte man bisher nur von höheren Fahrzeugklassen und Luxusfahrzeugen. Die Lichtausbeute ist echt sagenhaft gut und es gibt so gut kein Problem mit Blendung des Gegenverkehrs oder auch keine Selbstblendung bei Nebel.

Im Innenraum kann auch hier von „schöner Wohnen“ gesprochen werden, auch wenn der DS4 noch mehr Goodies zu bieten hat. 

Trotzdem Willkommen in der „Premium Kompakt Klasse“ auch bei Peugeot.

Wohn und Raum:

Die Platzverhältnisse sind hier alles andere als beengend. Der Kofferraum fasst  hier 361 Liter im Hybrid und 412 Liter im Verbrenner bzw. Diesel. Auf den elektrisch verstellbaren Vordersitzen hier in Teilleder/Alcantara ist alles vorhanden um das Wohlbefinden zu steigern –  Es gibt hier ebenso Sitzheizung, Massagefunktion und ein beheizbarer Lenkrad.

Auf den Rücksitzen reist man jetzt durchaus bequem  und  dem Klassenschnitt entsprechend mit ausreichend Platz.

Die Karosserieform ist insgesamt mehr als gelungen und übersichtlich, nur hinten raus ist Sicht durch die schmale  Heckscheibe etwas eingeschränkt. Sehr schön finden wir die etwas abgesetzten LED Rückleuchten die mit einer schwarzen Blende quasi optisch verbunden sind und auch die Chromumrandungen der Auspuffblenden passen gut ins Gesamtbild. 

Technik und Ausstattung:

Die Multimediafunktionalität  ist mit dem FOCAL Soundsystem mehr als ausreichend, das Navi von TOMTOM kann alles was ein Navi können muss (und noch ein bisschen mehr).
Die Bedienung ist für Umsteiger  von den anderen Konzernmarken Citroen oder DS schnell umgelernt, aber auch für alle anderen  wahrscheinlich nach ein paar Tagen intuitiv bedienbar. 

Dank Android Auto und Apple Car Play kann man sein Handy Kabellos auf das 10,5 Zoll große Display spiegeln und wie gewohnt  seine Apps nutzen. OTA Updates können in Zukunft  vom Fahrer selbst installiert werden also kein Handling mehr mit langsamen Download und umständlichen USB Stick Daten jonglieren.

Zum Motorischen:

Hier an Board arbeiten ein 1.6 Liter Benziner mit 181 PS  und der E-Motor mit 110 PS sehr gut zusammen (Systemleistung 225 PS / 360 Nm). Im reinen Elektromodus kann man ca. 60 km und bis zu 135 Km/h schnell fahren.

In unserem Praxistest schafften wir damit knapp 50 Km auf Autobahn, Landstraße und Stadtgebiet und hatten dabei Licht, Radio, Sitzheizung an, das bei Außentemperaturen knapp über den Gefrierpunkt – also nichts mit frieren oder im extrem Stromsparmodus rumquälen.

Wir haben das ganze Wochenende bewusst alle Modi probiert und sind dabei einen ganzen Tag mit einer Akkuladung durchgekommen, sodass wir zum Abschluss sogar noch 15 km rein elektrisch im Stadtverkehr unterwegs sein konnten. Ein durchaus guter und realer Schnitt wie wir meinen.

Die Masse im Vergleich:

  • 308 III      4,37m  x  1,85m x 1,44 m
  • ASTRA L  4,37m  x  1,86m x 1,44 m
  • DS4 :         4,40m  x  1,87m x 1,47 m 

Eine Klasse darüber gibt es  z.b.:

  • 508 II mit  4,75 m x 1,86 m x  1,40m  

 

Ich persönlich sehe hier den DS 4 der Stellantis „Luxusmarke“ alleine wegen der Optik als Sieger – der Vorsprung ist jedoch sehr knapp. Auch der Peugeot 308er hinterlässt einen bleibenden Eindruck! 

Mit französischen Grüßen Euer Testpilot Reinald G.Mader